Medienmitteilung vom 7. November 2012

Die Basler Chemie hat auf eigene Kosten die Deponien Le Letten

und Roemisloch im grenznahen Elsass totalsaniert.

Warum will Novartis, Syngenta und BASF bei der Sanierung der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz nicht ebenso auf eigene Kosten totalsanieren?

Heute am 7. November feiert Novartis, Syngenta und BASF auf dem Gelände der beiden Deponien mit grossem Aufwand den Abschluss der Sanierung. Die

Kosten von 26 Millionen Euro für die Totalsanierung der insgesamt 5‘000 Tonnen Chemiemüll wurden von den drei Basler Chemiefirmen übernommen.

Eigentlich ein Grund sich zu freuen.

Es wäre nun logisch, dass die drei Basler Chemiefirmen so weiterfahren und auch die Totalsanierung der verbleibenden 16 Deponien in der Region mit       ca. 100‘000 Tonnen Chemiemüll, die das Grundwasser massiv verschmutzen,

in Angriff nehmen. Dem ist leider nicht so, wie das aktuelle Beispiel der

Sanierung der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz zeigt.

Auf Vorgabe des Baselbieter Amt für Umwelt und in Absprache mit der Basler Chemie wird in Feldreben anstelle einer Totalsanierung nur eine billige

Hot-Spot-Sanierung geplant. Von den 4‘000 Giftstoffen, die in der Deponie

und im Grundwasser nachgewiesen wurden, sollen nur 9 Schadstoffe saniert

werden. Die restlichen 3‘991 Giftstoffe werden im Boden bleiben und weiterhin

das Grundwasser verschmutzen.                                                                   Novartis & Co könnte so 400 Millionen Franken Kosten für die Totalsanierung der Chemiemülldeponie Feldreben sparen, nähme aber bewusst in Kauf, dass die 25‘000 Tonnen Giftmüll in der Feldrebendeponie weiterhin in den kommenden Jahrzehnten das Trinkwasser von 225‘000 Menschen in der Region Basel  massiv gefährden.

Wir vom Aktionskomitee „Chemiemüll weg!“ protestieren gegen dieses geplante Vorgehen gegen das Interesse der Bevölkerung und fordern Novartis, Syngenta und BASF auf ihre Verantwortung als Verursacher wahrzunehmen und sich für die Totalsanierung von Feldreben einzusetzen und die vollen Kosten zu übernehmen.

Weitere Informationen: Dr. Hans Z’graggen, AK „Chemiemüll weg!“, Tel 061 481 60 33