Verstrickungsvorwürfe
Der Gemeinderat Muttenz will Genaueres über «sämtliche Funktionen und allfällige Abhängigkeiten» der beiden Projektleiter der Deponiesanierung Feldreben, Bernhard Matter und Franziska Ritter, erfahren. Er bittet deshalb Regierungsrat Peter Zwick als Vorsitzenden des runden Tisches um Klarstellung innerhalb dieses Gremiums. Der Gemeinderat reagiert damit auf die Vorwürfe der Allianz Deponien Muttenz (ADM), die besonders Ritter vorgeworfen hatte, am runden Tisch die Interessen der verantwortlichen Konzerne BASF, Syngenta und Novartis durchzusetzen (die bz berichtete).

Antrag am runden Tisch diskutiert

Der Gemeinderat habe von Anfang an Vorbehalte gegenüber der vorgeschlagenen Projektorganisation samt Geschäftsleitung gehabt und sich deshalb auch nicht an deren Finanzierung beteiligt, wie Bauverwalter Christoph Heitz in Erinnerung ruft. Dem Gemeinderat seien «die zahlreichen Funktionen und Verbindungen von Frau Ritter und Herrn Matter nicht umfassend bekannt» gewesen. Es sei ihm jedoch «wichtig, dass die Personen, welche die Kooperationspartner am runden Tisch beraten, fachlich kompetent und unabhängig sind». Während ADM-Präsident Hanspeter Meier diese Forderung begrüsst, verweist der Sprecher Zwicks darauf, dass der nichts allein entscheiden könne. Die Gemeinde Muttenz müsse einen Antrag stellen: «Dieser Antrag wird aber am runden Tisch diskutiert werden und sicher nicht vorgängig in den Medien», so Rolf Wirz. (bob)

aus BZ, 25.01.2013

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